Unsere Neuigkeiten

Infotafel Lösswand

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Eine Infotafel zum Thema „Lösswand-Lebensraum für Wildbienen“ wurde kürzlich am Pfaffenberg aufgestellt (siehe Kurzbericht „AB summt!“ Homepage vom 27.12.2018).

Zur Information der Öffentlichkeit wurde an der bereits im Winter 2018 freigestellten Lösswand am Pfaffenberg eine Informationstafel aufgestellt. Die Informationstafel wurde mit einer Spende der Aschaffenburger Angelvereine finanziert und durch den städtischen Bauhof an Ort und Stelle errichtet. Diese soll nun vorbeigehende Spaziergänger über die Bedeutung von sonnenexponierten Lösswänden für Wildbienen informieren. Sonnenexponierte Lösswände bieten in Kombination mit blütenreichen Magerwiesen nämlich besonders wertvolle Lebensräume für Wildbienen. Am Pfaffenberg sind die Voraussetzungen hierfür optimal erfüllt. In den weichen Löss werden von solitär lebenden Wildbienenarten Hohlräume gegraben, um ihre Brutröhren anzulegen. Ursprünglich an sonnenbeschienenen Prallhängen der einst wilden Flussläufe, werden als Ersatz Elemente der Kulturlandschaft wie Hohlwege und Lössanschnitte von Wildbienen als Nistmöglichkeiten genutzt. Allerdings gehen auch diese Biotopstrukturen immer weiter verloren. Der Lebensraum Lösswand wird zudem von vielen weiteren Tierarten genutzt.

Text und Bild: Hannah Diehl

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DS Smith steht für Umweltschutz und Nachhaltigkeit und erhält die Auszeichnung „Blühender Betrieb“

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Die Papierfabrik DS Smith Paper Deutschland GmbH in Aschaffenburg erhält als erste bayerische Papierfabrik und als erster Betrieb am Bayerischen Untermain eine Auszeichnung des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz.

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In Aschaffenburg bleiben Blühflächen für Insekten auch über den Winter stehen

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Die Stadt Aschaffenburg lässt an verschiedenen Standorten Blühflächen als Wildblumenstreifen für Insekten auch über den Winter stehen. Nein, mangelnde Pflege ist hier definitiv nicht der Grund, sondern die biologische Vielfalt in der Stadt soll damit gefördert werden. Mit einem hierfür gestalteten Informationsschild möchte die Stadt Aschaffenburg auf diesen Lebensraum aufmerksam machen und die Menschen sensibilisieren.

An insgesamt 10 Standorten im Stadtgebiet mit einer Gesamtfläche von 4.000 m² wurden 2018 und 2019 vom städtischen Garten- und Friedhofsamt Blühstreifen in Kooperation mit dem Aktionsbündnis „Aschaffenburg summt!“ angelegt. Hierfür wurden artenarme Rasenflächen umgebrochen, das Saatbett entsprechend vorbereitet und mit gebietseigenem sogenanntem autochthonem Saatgut eingesät.

An der Dyroffstraße nördlich der Aschaff wurden an beispielsweise 3 Stellen innerhalb der Freizeitanlage Blühstreifen auf 600 m² mit einer Wildblumenmischung eingesät. Hierbei wurden insbesondere die Ansprüche von Wildbienen und Schmetterlingen berücksichtigt, um auch gefährdete Nahrungsspezialisten zu fördern. Ein langer Blühaspekt mit früh blühenden Arten bis zu Hochsommerblühern wie Wegwarten oder Malven bieten unseren heimischen Insekten eine kontinuierliche Nektar- und Pollenquelle. Aber auch die bereits verblühten Pflanzen haben ihren Wert als Lebensraum. So dienen die abgestorbenen Stängel als Winterquartier für verschiedenste Insekten sowie als Ansitzwarte für Vögel. Zudem werden die Samen als begehrtes Winterfutter genutzt und das menschliche Auge kann sich an dem im Raureif glitzernden Spinnennetzen erfreuen.

Die Aufstellung der Blühflächenschilder an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet möchte auf den Wert von heimischen Wildblumen aufmerksam machen und sensibilisieren, dass auch abgeblühte Wildblumen einen wertvollen Lebensraum darstellen. Nach und nach sollen die Aschaffenburger Blühflächenschilder an weiteren insektenfreundlichen Stellen hinzukommen.

Ein QR-Code auf dem Informationsschild ermöglicht zudem sich über das Aktionsbündnis „Aschaffenburg summt!“ zu informieren und entsprechende Hintergrundinformationen direkt über das Handy zu holen.

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Es summt an den Privaten Schulen Krauß!

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Pünktlich zum Klimaaktionstag hat ein Bienenvolk Einzug gehalten in den Privaten Schulen Krauß (PSK)! Nach ersten vorsichtigen Erkundungsflügen scheinen die ca. 20 000 Bewohner den neuen Standort auf dem Dach des Schulgebäudes durchaus angemessen zu finden und bald nach der Ankunft herrschte bereits...

Pünktlich zum Klimaaktionstag hat ein Bienenvolk Einzug gehalten in den Privaten Schulen Krauß (PSK)! Nach ersten vorsichtigen Erkundungsflügen scheinen die ca. 20 000 Bewohner den neuen Standort auf dem Dach des Schulgebäudes durchaus angemessen zu finden und bald nach der Ankunft herrschte bereits reger Flugbetrieb.

Die Anregung, ein Bienenvolk als passende Ergänzung zum Engagement der PSK als Umweltschule und zur vielfältigen Nutzung im Unterricht anzuschaffen, kam von Elternbeirat. Seit mehreren Jahren sorgten die Schüler der PSK bereits in Projekttagen und in der AG Urban Gardening für das Wohlergehen der Insekten in Damm. Sie bauten Insektennistkästen an unserem Schulbeet und für den Dämmer Imkerverein und nahmen erfolgreich an dem Wettbewerb „Wir tun was für Insekten“ teil. Da fand es der Elternbeirat nur folgerichtig, auch an der eigenen Schule für Insekten zu sorgen. Und warum dann nicht gleich für solche, die den Umweltgedanken mit der angenehmen Nebenwirkung eines respektablen Honigertrags verbinden?

Und so kam es, dass durch die großzügige Ausstattung der Eltern mit allem, was für den Beginn einer Imkerei nötig ist, nun tatsächlich unser erstes Bienenvolk eingezogen ist. Im Schulhof stehen schon die Hochbeete für eine bienenfreundliche Bepflanzung der AG „Hof-Garten“ bereit und die Interessenten für die AG „Bienen“ können es kaum erwarten, die Vorbereitungen zu treffen für ein erfolgreiches Bienenjahr im nächsten Frühling. Wir sind gespannt!

Bericht: Stefanie Maurer, Umweltbeauftragte der PSK

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Lob für Aschaffenburger Blühstreifen

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"Aschaffenburg summt!" hat beim bundesweiten Wettbewerb „Wir tun was für Bienen“ der "Stiftung für Mensch und Umwelt" teilgenommen. Dabei waren wir in der Kategorie "Kommunale Fläche" mit einem Projekt des städtischen Gartenamtes vertreten. Im Stadtbereich von Aschaffenburg wurden nämlich insgesamt 10 neue Blühstreifen mit einer Gesamtfläche von etwa 3.500 m² neu angelegt.

Die Jury hat sich in diesem Jahr wieder sehr schwer getan. Das Gesamtniveau der Beiträge war sehr hoch. Zu einer Platzierung auf dem Treppchen hat es dieses Mal leider nicht ganz gereicht. Dennoch gehörte der Aschaffenburger Beitrag zu den besten in seiner Kategorie, in der insgesamt 29 Teilnehmer aus ganz Deutschland vertreten waren. So gab es eine „Lobende Erwähnung“ der Fachjury und eine Urkunde. Unseren Beitrag und die Sieger des Wettbewerbs finden sich auf der zugehörigen Internetseite (https://wir-tun-was-fuer-bienen.de/home.html).

Insgesamt wurden auf 495.254 Quadratmetern Stauden, Spät- und Frühblüher, Kräuter und Wiesenblumen gepflanzt, insektenfreundliche Kleinstrukturen wie Nisthilfen, Trockenmauern, Kräuterspiralen oder Lesesteinhaufen gebaut und Wasserstellen angelegt. Ein toller Erfolg für die Natur! Am Samstag, den 14.9.2019 findet dann die Prämierungsfeier der ersten Plätze im Abgeordnetenhaus von Berlin statt.

 

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Pressebericht zur Knautien-Sandbiene in AB

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Oben auf dem Pfaf­fen­berg im Nor­d­os­ten der Stadt na­he Gold­bach ist die Kn­au­ti­en-Sand­bie­ne da­heim. Sie fin­det dort, was sie braucht: ei­ne tro­cke­ne Löss­wand, von der Son­ne be­schie­nen, und die Pflan­ze na­mens Wie­sen-Kn­au­tie, auf de­ren Pol­len sie an­ge­wie­sen ist. Der Mensch leis­tet Na­tur­schutz-Ar­beit, da­mit die­se Sand­bie­nen­art le­ben kann.

»Wildbienen sind wärmeliebende Tierarten«, sagt Hannah Diehl vom Umweltamt der Stadt. Und was deren Nahrungsquellen anbelangt, sind sie zum Teil auf einzelne Pflanzenarten ausgerichtet. Die Knautien-Sandbiene sei dafür ein gutes Beispiel. Denn: Wie der Name andeutet, braucht sie zum Leben die Wiesen-Knautie (Knautia arvensis), auch Wiesen-Witwenblume genannt - sie ist der Pollenspender.

Blüht die Pollenquelle, kommt die Knautien-Sandbiene in verschiedenen Lebensräumen vor - etwa auf Streuobstwiesen, auf trockenen und mageren Wiesen, an Dämmen, an Weg- und Waldrändern, auch an Straßenrändern - überall dort wächst die Wiesen-Knautie, weiß Expertin Diehl, die Landschaftspflege und Naturschutz studiert hat.

Neben der Wiesen-Knautie benötigt die Knautien-Sandbiene bestimme Landschaftsstrukturen, damit sie ihr Nest anlegen kann. Wie alle Sandbienen gräbt sie ihr Nest gerne in den Erdboden - bevorzugt dort, wo viel Sonne hinkommt und die Stelle schütter bewachsen ist, so Diehl.

Am Pfaffenberg in Aschaffenburg haben Mitarbeiter der Stadt Wohnraum für die Knautien-Sandbiene geschaffen, teilt Diehl mit. An einer Böschung haben sie im vorigen Jahr auf einer Fläche von rund 20 Quadratmetern Büsche entfernt und eine Lösswand freigelegt. Folge: Mehrere Wildbienenarten haben sich angesiedelt, auch die Knautien-Sandbiene, weil auf der Wiese davor die Wiesen-Knautie blüht. »Die Lösswand wird von den Wildbienen sehr gut angenommen«, hat die 35-Jährige beobachtet.

Zusammengefasst sagt Diehl: »Um der Knautien-Sandbiene zu helfen, liegt unsere Priorität in Aschaffenburg darin, magere Wiesen mit der Knautie durch die traditionelle ein- bis zweimalige Mahd pro Jahr langfristig zu fördern und zu erhalten.« Dazu sei es wichtig, engen Kontakt zu den Landwirten zu pflegen, die solche Wiesen bewirtschaften.

Wie geht es der Knautien-Sandbiene generell? Diehl sagt, sie sei zwar in ganz Deutschland verbreitet, ihr Vorkommen sei jedoch in den jüngsten Jahrzehnten »massiv zurückgegangen«. Als Ursachen nennt die Expertin den Umbruch von Wiesen in Ackerland, Düngung und häufige Mahd der noch verbliebenen Wiesen. Auch häufige Mulch-Mahd an Straßen- und Wegrändern sei nicht gut für diese Wildbiene.

Auf der Roten Liste Deutschlands werde die Knautien-Sandbiene als gefährdet eingestuft. Rote Liste Bayern: gefährdet mit starkem Rückgang.

Dazu kommt ein weiteres Problem: In den Nestern der Knautien-Sandbiene lebt ein »Kuckuck«: Die Bedornte Wespenbiene schmuggelt ein Ei in die Brutkammer und ernährt sich dort. Diese Wespenbiene, so Diehl, lebt ausschließlich bei der Knautien-Sandbiene, so dass »ausgehend von der Knautie, sehr enge und empfindliche Abhängigkeiten bestehen«. Das habe man auch am Aschaffenburger Pfaffenberg nachweisen können.

Was kann der Naturfreund für die Knautien-Sandbiene tun? Fachfrau Diehl nennt zwei Aspekte für den heimischen Garten:

  • Aussaat der Wiesen-Knautie in Blühmischungen aus heimischem Saatgut,
  • Einpflanzen von Knautien.

Diehl verweist darauf, dass in den Samentütchen der Aktion »Aschaffenburg summt!« die Wiesen-Knautie enthalten ist. Die Tütchen gibt es unter anderem im Umweltamt. »Jeder hat somit die Möglichkeit, die Knautien-Sandbiene zu unterstützen.«

Zahlen und Fakten: Wildbienen

Die Knautien-Sandbiene, die von Anfang Juni bis Ende August fliegt, wurde schon in den 1980er-Jahren in Aschaffenburg nachgewiesen, so Hannah Diehl vom Umweltamt der Stadt. Sie verweist auf eine Bienen-Sammlung des Naturwissenschaftlichen Museums. Bei einer Kartierung im Jahr 1995 wurde deutlich, dass die Knautien-Sandbiene an drei Stellen am Pfaffenberg und in der Gailbacher Flur lebt. 2009/2010: Kartierung von Wildbienen. Ergebnis: Knautien-Sandbiene an vier Stellen im Stadtgebiet, unter anderem am Pfaffenberg. Wildbienen leben meist solitär: Sie bilden im Gegensatz zur Honigbiene keine Staaten. Während die Honigbiene vier Kilometer weit fliegen kann, beschränkt sich der Radius der Wildbiene auf weniger als 500 Meter. Nach Angaben von Diehl gibt es in Deutschland rund 560 Wildbienenarten. Bis 1968 wurden in Stadt und Kreis Aschaffenburg 311 Wildbienenarten nachgewiesen. Seit 1993 konnten nur noch 244 Arten im Aschaffenburger Raum registriert werden. Im Stadtgebiet selbst waren es im Rahmen der Artenschutzkartierung 2009/10 111 Wildbienenarten.

Quelle: Main-Echo

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